Dieser Blog soll zeigen, wie es im Inneren von manchen Leuten aussieht. Menschen, die glücklich oder unglücklich sind. Ich versuche einfach etwas von diesen Gefühlen festzuhalten. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine, wenn ich über ein glückliches Gefühl schreibe und ich hoffe, dass ihr nie erleben werdet, was das Gefühl von Unglücklichsein wirklich bedeutet.
iDDD

Montag, 2. Dezember 2013


Ich habe gebrüllt wie ein Tiger. Doch wenn ich früher Wut verspürt habe, so war ich in diesem Moment nur ängstlich und habe aus Notwehr gehandelt. Doch es erleichtert mich. Dieser eine schreckliche Moment, den ich am liebsten ungeschehen machen möchte, hat mein weiteres Überleben garantiert. Ich fühle mich gut und schlecht bei dem Gedanken, was ich für mein Leben bezahlen musste. Jetzt war ich nicht mehr unschuldig und lieb. Ich habe bekommen, was ich verdiene und habe alles weggesteckt, doch habe ich es wirklich verdient? Habe ich es wirklich so gut weggesteckt, wie ich denke? Jetzt kann nichts mehr in mir brechen, denn ich bin in diesem Moment gebrochen. Da sollte es mich nicht kümmern, ob ich das alles gut weggesteckt habe. Wer steckt so etwas gut weg? Ich kümmere mich nicht darum und das wird auch so bleiben. Im Moment bin ich glücklich und brauche mir keine Gedanken an Morgen zu machen. Es ist ein schönes Gefühl. Ich weiß nicht, wie ich ohne dieses Gefühl leben konnte. Allerdings weiß ich auch, dass dieses Gefühl in nahender Zeit wieder verschwinden wird, wie alles kommt und geht.

Freitag, 25. Oktober 2013


Manchmal mache ich kleine Experimente. Die anderen sehen mich nicht, glauben aber zu wissen, was ich tue. Doch anstatt genau das zu tun, was ich normalerweise tun würde, mache ich es umgekehrt. Sie merken es nicht. Es kommen die gleichen Kommentare wie immer, weil sie davon ausgehen, dass ich nicht nachdenken kann. Sie meinen, ich wäre so, wie ich immer vorgebe zu sein. Niemanden kommt es in den Sinn, dass ich nicht nach einem Plan lebe. Selbst wenn sie sehen, dass ich mal nicht nach Plan laufe, sagen sie etwas dazu, halten es aber nur für eine kurzweilige Laune. So gesehen ist es eine Laune. Eine Laune, die sie verursachen. Ich scheine für sie eine Maschine zu sein, die keine Wut und kein Glück empfinden kann. Nein, eigentlich ist es so falsch. Sie lassen mich diese Gefühle nur nicht ausleben. Ich kann mich nicht erinnern, irgendwann einmal irgendetwas, sei es auch nur ein Blatt Papier, zerstört zu haben. Das ist in meinen Planungen einfach nicht vorgesehen.

Donnerstag, 24. Oktober 2013


Ein einziges Mal hat man es gemacht und schon gehen die anderen davon aus, dass man es immer macht! Dabei hatte ich bei diesem einzigen Mal nur den Wunsch rebellisch oder unabhängig zu sein! Ich habe gesehen wozu das geführt hat und habe mich wieder auf meine alte Weise zurückversetzt. Es ist auf kurze Sicht angenehmer und ist nicht so anstrengend. Und ich bin einfach faul. Zu faul um meine Meinungen durchzusetzen, zu faul um zu widersprechen, zu faul um über etwas zu reden, zu faul um rebellisch zu sein. Unabhängigkeit mag zwar gut klingen, doch der Weg um genau das zu erreichen, was man sich darunter vorstellt... Unabhängigkeit ist unmöglich. Man ist immer von etwas anhängig. Was ich anziehe, hängt vom Wetter ab. Was ich esse, hängt von dem Koch ab. Wie viele Freunde ich habe, hängt davon ab, wie gut ich mich verstecken kann. Ich bin von sehr vielen Sachen abhängig und weiß es auch, unternehme aber nichts. Das ist es ja gerade, was mir Halt bietet. Doch manchmal will ich keinen Halt und in diesen Momenten bin ich für kurze Zeit unabhängig. Aber unabhängig zu sein, bedeutet für mich das Selbe, wie aufzugeben, wie sterben zu müssen.

Freitag, 4. Oktober 2013

Es ist schon verblüffend, wie gut ein fröhliches Lied tun kann! Das baut wieder richtig auf! Der Klassiker: We are the campions! Wenn ich dieses Lied höre, denke ich: Ich bin der Sieger! Da bekomme ich wieder gute Laune, egal was vorher passiert ist. Oder, was manchmal noch besser ist, es entfacht meinen Trotz und meine Wut. Ich hoffe für jeden, dass er so ein Lied hat. Denn solche Lieder gibt es zu genüge. Aber ich glaube, es kommt auch auf den Text an. Wenn ich ein trauriges Lied hören würde, würde mich das traurig stimmen. Wenn ich ein Schlaflied höre, schlafe ich ein, oder so. Dafür sind Schlaflieder ja geschaffen. Auch wenn es bei mir nicht immer funktioniert. iD

Montag, 30. September 2013


Meine Verehrten Damen und Herren! Kinder der meisten Altersklassen! Hier kommt der sensationelle Wutausbruch von mir, den wir schon Millionenmal versprochen haben! Und: ...
Leider habe ich ein kleines Problem. Ich kann nicht sprechen. Wieso? Wenn man weint und schluchzt, hat man keinen Atem  für einen Wutausbruch mehr. Und ich weine. Immer. Den letzten Wutausbruch hatte ich, glaube ich, vor einem Jahr und der war auch nicht der Renner. Ich habe, soweit ich mich erinnere, nur einen Satz gesagt. Nicht geschrieen, gesagt. In mir drinnen hat die Stimme gebrüllt, das kann man mir glauben! Doch ich bin ein Feigling. Von einem 500 Meter hohem Berg hinunterspringen? Kein Problem. Was ist hier also das Problem? 

http://www.youtube.com/watch?v=7tU9K-FAKVw

Das ist der Link zu einem Lied.
Das Lied spricht für sich.

Samstag, 28. September 2013

Manchmal glaube ich, ich sei an allem Schuld. An dem Tod einer Ameise bis zu dem Weltuntergang.  Jeder schiebt mir die Schuld in die Schuhe und ist sich nicht bewusst, dass er nicht der einzige ist. All die Anschuldigungen häufen sich auf und bringen mich zum kochen. Da braucht nur einer mich schief auszusehen und ich würde am liebsten losschreien. Allerdings mache ich das nicht. Dazu habe ich nicht das Temperament. Also nehme ich die Schulden auf mich und lasse sie in mein Inneres. Dort wüten sie und übernehmen von Innen heraus die Kontrolle. Und ich kann nichts tun, als ihnen die Kontrolle mit einer Verbeugung zu reichen. So ist es auch mit meinem inneren Frieden zu Ende. Nun habe ich nur noch einen Frieden in meinem Leben und das ist der Schlaf. Aber irgendwie kommt selbst der Schlaf nur zögernd zu mir, als er die Schuld in mir sieht. So bleibt mir nur noch zu warten.

Mittwoch, 25. September 2013

Ich weiß nicht, was alle haben. Zielen sie darauf ab, mich zu verletzen oder tun sie es einfach nur? Eigentlich bin ich ja der Meinung, dass die Welt es nur gut mit mir meint. Aber dann gibt es Tage, da ich an einen Gott glaube, den ich irgendwie wütend gemacht habe. Irgendein höheres Wesen macht sich in den Köpfen meines Umfeldes breit und quält mich dann auch noch in meinem eigenen Kopf. Ich frage mich zunehmend, ob die anderen das bemerken oder ob sie blind für solches sind.
Vielleicht bin ich es ja, die andere verletzt und nichts davon bemerkt. Vielleicht ist auch alles andere meine Schuld; wie der Weltuntergang. So fühlt es sich jedenfalls an. Wie taktlos kann jemand sein? Ich denke, diese Frage habe ich in null Komma nichts geklärt. Doch ich würde das meiste dafür geben, es nicht zu können.

Montag, 23. September 2013

Jemand hat mir einmal gesagt, man soll negative Gefühle nur gering zulassen. Doch soll man diese Gefühle nicht von Hundert auf Null herunterfahren. Das sei nicht gut. Dennoch tue ich es Tag für Tag. Würde ich es nicht tun, würde ich wohl ausbrechen. Alles was ich zurückgehalten habe, würde aus mir sprudeln und jeden in meiner Umgebung gefährden. Denn meine Gefühllosigkeit bändigt das Monster in mir. Immer wieder schleicht sich dieses Monster in meine Gedanken und lässt sich nur schwer zu rück in die Ecke drängen. Und dort, wo normalerweise vielleicht Lebensfreude und Glück waren, lebte dieses Monster nun. Allerdings mag ich eben dieses Monster auch. Es schützt mich und macht mich widerstandsfähiger. Für den Moment in dem das Monster an die Oberfläche kommt, bin ich unverletzlich. Und diese Momente geben mir die Kraft weiter zu machen mit dem, was ich tun musste.
Wenn ich einmal alleine bin und meine Gedanken zur Ruhe kommen, fühle ich etwas in meinem Inneren. Es ist unterhalb meines Herzens und über meinem Magen. Es ist ein Ziehen. Wenn ich dieses Ziehen spüre, weiß ich, ich bin gefühllos. Dieser Fleck ist wie mein persönliches schwarzes Loch. Es ist ein Loch, das einfach alles in sich hinein saugt und in sich herumwirbeln lässt. Nichts Neues lässt dieses Loch zu.
Ich glaube, ich habe dieses Loch selbst erschaffen, war es auch vor langer Zeit. Und nun kann ich es nicht schließen, jetzt wo ich diese Gefühllosigkeit nicht mehr brauche. Selbst meine glücklichen Gefühle saugt das Monster in sich hinein und lässt mich einfach matt und alleine zurück. Früher war es wohl mein Freund gewesen, aber nun ist er ein Freud, der sich von mir abgewandt hat.

Sonntag, 22. September 2013


Ich lasse den Satz fallen: "Ich möchte sie sein". Ganz kurze Frage nach dem Warum. Dann: eine Belehrung: Warum du niemals jemand anderes sein wollen solltest. Himmel! Ich habe nur diese Bemerkung gemacht, weil sie  so glücklich aussah. Aber so kenne ich es ja schon. Diese Situation bin ich gewöhn und  ist zu meinem Alltag geworden. Gerade erst wieder besänftigt und glücklich und schon wird mir das Lächeln vom Gesicht gestohlen. Ich glaube, es liegt an meiner Müdigkeit. Ich werde immer so müde, wenn ich nicht lächeln kann. Dann baue ich mir eine Verteidigung auf, die dann doch nicht stark genug ist. Ich stelle Heckenschützen auf, doch die führen nur dazu, dass das Feuer stärker erwidert wird. Und meine Schützen sterben. Meine Verteidigung ist nichts als ein Blattpapier, das reißt, wenn man es berührt. Also bleibt mir nichts anderes als aufzugeben und allem aus dem Weg zu gehen. Oder es wenigstens zu versuchen. So kann ich nur hoffen, dass ich heute nacht gut schlafe und etwas schönes Träume.